Und das Verrückte daran?
Damals hielt ich genau DAS für Disziplin.
Ich konnte dir ziemlich genau sagen, wie viele Kalorien ich gegessen hatte.
Wie viel Eiweiß noch fehlte.
Und wenn ich über meinem Ziel lag?
Dann wusste ich auch sofort, was zu tun war.
Morgen weniger essen.
Beim Training etwas mehr machen.
Oder irgendwo anders wieder einsparen.
Ich war verdammt gut darin geworden, meinen Körper zu kontrollieren.
Aber überhaupt nicht gut darin…
…ihm zu vertrauen.
Denn irgendwann merkst du:
Du hast zwar gelernt, wie man abnimmt.
Aber nicht, wie man danach einfach lebt.
Genau an diesem Punkt war ich auch.
Und ich hatte keinen Bock mehr darauf.
Ich wollte nicht mein Leben lang überlegen müssen, ob ich mir heute noch etwas „leisten“ kann.
Ich wollte nicht nervös werden, nur weil ein Tag anders läuft als geplant.
Ich wollte nicht trainieren, damit ich mehr essen darf.
Und ich wollte verdammt nochmal ein Tiramisu essen können…
…ohne vorher einen mathematischen Businessplan dafür aufzustellen. 😂
Gehört zum Glück der Vergangenheit an.
Und ich sag dir:
Das größte Geschenk ist deshalb nicht, dass ich heute weniger Bauchfett habe.
Das größte Geschenk ist…
…dass ich nicht mehr ständig an Essen denken muss.
Heute tracke ich keine Kalorien.
Ich habe keine Heißhunger-Attacken mehr.
Ich trainiere dreimal pro Woche – ganz selten viermal.
Ich esse auswärts, wenn es sich ergibt.
Ich komme meistens auf ungefähr 150 g Protein – aber sicher nicht jeden Tag.
Und wenn ich Lust auf Eis habe?
Dann esse ich Eis. 🍦
Ohne am nächsten Morgen eine Krisensitzung mit meiner Waage einzuberufen. 😂
Nicht weil mir meine Ernährung heute egal ist.
Ganz im Gegenteil.
Ich habe nur aufgehört, Ernährung mit möglichst wenig Essen zu verwechseln.
Und genau das ist die Freiheit, von der ich hier ständig spreche.
Und genau DAS wünsche ich mir auch für dich.
Nicht nur weniger Bauchfett.
Sondern einen Alltag, in dem dein Bauchfett nicht mehr darüber entscheidet, wie viel du essen darfst.
Final Thought
Vielleicht ist genau das die größte Veränderung, die ich gemacht habe:
Ich breche heute Regeln. Aber niemals meine Prinzipien.
Ich esse nicht jeden Tag gleich.
Ich trainiere nicht um jeden Preis.
Ich treffe nicht jede Entscheidung danach, was theoretisch „optimal“ wäre.
Aber ich versorge meinen Körper.
Ich fordere ihn.
Ich gebe ihm Erholung.
Und ich höre auf ihn.
Früher brauchte ich Regeln, damit ich das Gefühl hatte, alles unter Kontrolle zu haben.
Heute brauche ich Prinzipien, weil ich weiß, dass das Leben sich sowieso nicht kontrollieren lässt.
Und genau deshalb coache ich heute auch anders.
Ich möchte dir nicht beibringen, noch besser aufzupassen.
Noch genauer zu tracken.
Oder dein Leben noch perfekter um dein Ziel herumzuplanen.
Ich möchte, dass dein System auch dann noch funktioniert, wenn dein Leben es gerade nicht tut.
Denn für mich ist das heute echter Fortschritt:
Nicht nur einen Körper aufzubauen, den du gerne anschaust.
Sondern ein Leben darum herum, das du auch gerne lebst.
Sascha
PS:
Ich wusste früher ziemlich genau, wie viele Kalorien mein Körper bekommen durfte.
Was ich nicht wusste:
Wie verdammt viel Lebensqualität mich diese ständige Kontrolle irgendwann kosten würde.
Heute spare ich lieber an Regeln als am Essen.








